Pflege-Bahr – die relativ unbekannte Pflegezusatzversicherung

Wenn man den publizierten Statistiken glauben darf, wissen ca. 47 % der Bevölkerung nichts mit der Pflege-Bahr-Förderung anzufangen und rund 70 % der Bevölkerung wissen nicht, ob sie für den Pflegefall hinreichend versorgt sind!

Der Pflege-Bahr ist ein erster Ansatz zur privaten Pflegevorsorge

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr ist Namensgeber der Pflege-Bahr Zusatzversicherung. Bildquelle: BMG

Die demographische Entwicklung der Bevölkerung in der Bundesrepublik zeigt auf, dass die Menschen immer älter werden. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung für den Einzelnen, birgt aber auch das steigende Risiko in sich, ein Pflegefall zu werden. Schon 2020 werden wir rund 2,9 Mio. Pflegefälle in Deutschland registrieren. Die staatliche Pflegeversicherung ist schon heute an der Grenze der Leistungsfähigkeit. Ohne private Pflegevorsorge riskiert der Bürger das Erbe und die finanzielle Beteiligung an den Pflegekosten der nachfolgenden Generation.

Das sind Daten und Fakten die auf eine große soziale Gefahrensituation hinweisen, denn die staatliche Pflegekasse wird schon bald überfordert sein.

Beginnen wir mit eine guten Nachricht: Jeder ist pflegeversichert!

Es folgt die schlechte Nachricht: Diese Pflegeversicherung per staatlicher Pflichtversicherung reicht bei weitem nicht aus.

Das belegen Prognosen die davon ausgehen das sich die Pflegefälle im Jahr 2010 von 2,4 Millionen bis  zum Jahr 2020 auf 2,9 Millionen erhöhen werden. In 2030 steigen die Pflegefälle auf rund 3,4 Millionen.

Frauen sind übrigens überproportional vom Pflegefall bedroht. Ihre statistischen Zahlen sind nahezu doppelt so hoch wie die des männlichen Geschlechts.

Welche Lücken tun sich im Fall der Pflegebedürftigkeit denn auf?

Monatliche Kosten
und Leistungen
Pflegestufe 3 Pflegestufe 2 Pflegestufe 1 Pflegestufe 0
Kosten (€) stat. ambul. stat. ambul. stat. ambul. stat. ambul.
3.680 3.488 3.203 2.524 2.822 1.511 —- —-
gesetzlich pflege-
versichert (€)
1.550 1.550 1.279 1.100 1.023 450 200 200
Lücke in der
Pflegevorsorge (€)
2.130 1.938 1.924 1.424 1.799 1.061 —- —-
Monatlich!!!

 

Um den Auswirkungen des demographischen Wandels und der begrenzten Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung entgegen zu wirken, hat der Gesetzgeber schon für das Jahr 2013 geltende Rahmenbedingungen für eine geförderte private Pflegezusatzversicherung geschaffen.

Pflege-Bahr-Förderung und was sie beinhaltet

60,- EUR pro Jahr zahlt der Staat dazu, wenn der Vorsorgende – also Sie selbst – mindestens selbst 10,- EUR in den Fördertarif einzahlen, in dem mindestens ein monatliches Pflegegeld von 600,- EUR in der Pflegestufe 3 abgesichert sind. Hier finden Sie noch mehr Informationen zum Thema Pflege-Förderung.

In Anbetracht der aufgezeigten Pflegelücken (siehe oben) ist diese Pflegezusatzversicherung ein Schritt in die richtige Richtung, aber immer noch entschieden zu wenig, um auch den restlichen Familienmitgliedern ein sorgenreduziertes Leben zu ermöglichen.

Zur Lösung der individuellen Vorsorge gegen die finanziellen Auswirkungen eines Pflegefalles bedarf es mehr als einer Standardlösung, auch schon wegen der im vorgerückten Alter möglichen Vorerkrankungen. Die Lösung liegt im Zusammenspiel von staatlicher Pflegepflichtversicherung, Pflege-Bahr-Förderung und privater Pflegevorsorge. Um genau auf Ihre individuellen Anforderungen reagieren zu können halten wir eine umfassende Produktpalette (mit und ohne umfassende Gesundheitsprüfung) von unterschiedlichen  Anbietern bereit und bieten uns Ihnen mit unserer Expertise als kompetenter Partner in Sachen Pflegevorsorge an.

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