Unfallversicherung für Kinder – Ihr Auto ist besser versichert

Ist die Unfallversicherung für Kinder, oder auch die Schülerunfallversicherung, für Ihr Kind unter Umständen ein das Leben begleitendes Thema? Vielleicht ist es aus Ihrer Sicht frech, eine Thema wie die Unfallversicherung für Kinder in Bezug zur Kfz-Versicherung  zu setzen. In der Regel stimmt dieser Blogtitel aber leider. Das Auto, glaubt man dem Volksmund, ist des Deutschen liebstes Kind und meistens gut versichert. Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung sind ältere Fahrzeuge meist zusätzlich noch teilkaskoversichert. Ein sehr großer Anteil der neu- bzw. höherwertigen Fahrzeuge ist vollkaskoversichert. Schließlich sollen Schäden an den vielleicht ganz neuen Fahrzeugen repariert werden, wenn sie nun mal eintreten.
Aber, wie steht es denn eigentlich um die gesetzliche Unfallversicherung unserer Kinder? Wie sehen die Leistungen der Unfallversicherung für Kinder und der Schülerunfallversicherung im Fall der Fälle aus? Welchen Gefahren sind unsere Kinder ausgesetzt?

Die gesetzliche Unfallversicherung für Kinder ist nicht ausreichend.Gesetzliche Unfallversicherung für Kinder ist nur eine Grundabsicherung

Die gesetzliche Kinderunfallversicherung stellt bei Kindern und Jugendlichen lediglich eine Grundabsicherung dar. Sie leistet bei Unfällen im Kindergarten, in Krippen, in Horten, in allgemeinen Schulen, in berufsbildenden Schulen, in Universitäten und Fachhochschulen. Wegeunfälle, das heißt Unfälle auf dem Weg zur und auf dem von der jeweiligen Einrichtung sind mitversichert. Diese Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung sind neben den Maßnahmen zur Unfallverhütung die Verletztenrente, Kostenübernahme der Heilbehandlung, Pflegegeld oder im schlimmsten Fall Sterbegeld.

Die Rente aus der Unfallversicherung für Kinder – Zahlen die überzeugen

Die wohl am meisten zum Tragen kommende Geldleistung aus der Unfallversicherung für Kinder, insbesondere der Schülerunfallversicherung, ist die Rente. Ab einer einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von 20 % kann eine Zahlung erfolgen. Eine Teil- oder Vollrente wird dem Grad der Invalidität entsprechend gewährt, wobei die Vollrente maximal 2/3 des Jahresarbeitsverdienstes entspricht.
Für Kinder, Schüler und Studenten in der Unfallversicherung gilt nachfolgende Staffelung (siehe auch DGUV):

  • Bis zum 6. Lebensjahr 1/4
  • bis zum 14. Lebensjahr 1/3
  • bis zum 18. Lebensjahr 40 % und
  • ab dem 18. Lebensjahr 60 %

der gültigen Bezugsgröße der Sozialversicherung gemäß § 18 SGB IV. Für das Jahr 2013 ist eine Bezugsgröße von 2.695,- € angegeben.

Was bedeutet das nun in Zahlen? 

Modellrechnung für ein Kind bis zum 14. Lebensjahr mit einem Invaliditätsgrad von angenommenen 30 %

2/3 der Bezugsgröße entspricht einer Vollrente von 1.797,- €

Von 1.797,–  1/3 für Kinder bis zum 14. Lebensjahr = 559,- €

Rente entsprechend der Invalidität (559,- x 30 %) = 167,70 €

Konsequenz: Die in diesem Beispiel berechnete Geldleistung von lediglich 167,70 € aus der gesetzlichen Unfallversicherung für Kinder, ist der finanzielle Ausgleich für die erlittene Invalidität des Kindes.

Und sagen Sie nicht, man hätte Sie nicht informiert

Natürlich kann eine Geldleistung, von wem auch immer erbracht, eine körperliche Schädigung nicht wieder gut machen.  Aber eine finanzielle Leistung kann die Auswirkungen einer solchen Schädigung erträglicher gestalten. Neben den Kosten für eine eventuelle, den Schädigungen entgegenkommende Umgestaltung der Wohnung, eine Fahrzeugumrüstung und anderen Beispielen, müssen auch die beruflichen Konsequenzen der Invalidität im Fokus der Betrachtung bleiben. Berufliche Zielsetzungen können mit dem Eintritt der Invalidität hinfällig werden. Die Möglichkeit einen Beruf auszuüben, der ein finanziell auskömmliches Leben verspricht, ist vielleicht in Bruchteilen einer Sekunde verloren.

Das Leben geht weiter – auch mit der Abhängigkeit von Sozialleistungen

Eltern leben nicht ewig und irgendwann ist Ihr Kind auf sich allein gestellt. Spätestens ab diesem Zeitpunkt wird die Erwerbsfähigkeit über das weitere Leben des Kindes einen bestimmenden Faktor darstellen, wenn Sie als Eltern kein Vermögen an das Kind vererben können, das die weitere finanzielle Existenzbasis Ihres Kindes sichern kann. Was ist, wenn diese Erwerbsfähigkeit durch eine Vorschädigung nur eingeschränkt, oder gar nicht mehr vorhanden ist und wenn der Arbeitsmarkt eine Beschäftigung nicht zulässt?

Ohne eine fundierte finanzielle Basis wird Ihr Kind von sozialen Leistungen abhängig werden. Und das ist unter Umständen die Folge davon, dass kein Geld für eine Unfallversicherung für Ihr Kind übrig war.
Aber Ihr Auto ist doch Vollkaskoversichert?

Unfallversicherung für Kinder sinnvoll?

Um die Antwort schon vorweg zu geben: Ja!
Wenn die schon beschriebenen Szenarien noch nicht aussagekräftig genug waren, sollten die Eltern, die nun noch Zweifel haben, ob eine Unfallversicherung für ihr Kind wirklich sinnvoll und nötig ist, einmal darüber nachdenken, was eine Invalidität für ein Kind und deren Eltern allein rein wirtschaftlich betrachtet ausmacht.

Helfen wir uns wieder mit dem vorgenannten Beispiel: Die Verunfallung des Kindes und die daraus entstehende 100 %ige  Invalidität geschieht im 14. Lebensjahr. Neben den Kosten für Rehabilitation und Genesung fallen vielleicht auch Umbaukosten zur behindertengerechten Ausgestaltung des Hauses oder der Wohnung an, weil diese nicht (gänzlich) von den gesetzlichen Versorgungsträgern übernommen werden. Medizinische Hilfsmittel sind gegebenenfalls auch erforderlich, der Lebensunterhalt sowieso. Die statistische Lebenserwartung ist aufgrund der Invalidität auf 70 Jahre verkürzt. Bei einem monatlichen Kapitalbedarf von nur 1.500,- € summiert sich dieser Bedarf  nach Abzug der Vorleistungen der gesetzlichen Kinderunfallversicherung auf rund 630.000,- € – ohne Zinsen und Berücksichtigung von Preissteigerungen / Inflation. Die Leistungen zum Unterhalt des Kindes sind grundsätzlich von den Eltern oder den Verwandten zu tragen. Tritt das Sozialamt in eine Unterhaltsleistung ein, holt es sich die verausgabten Unterhaltszahlungen bei den Eltern zurück.

Das können Sie vermeiden. Für rund 15,– EURO im Monat können Sie eine entsprechende Vorsorge für Ihr Kind gestalten. 

Natürlich unterstellen wir hier ein Szenario von dem Sie behaupten können, dass es nur selten in dieser Ausprägung ein Leben lang so bleibt. Ja, vielleicht ist das so. Aber wenn wir uns zwei Personen vorstellen: Die eine ist gegen solche wirklich schlimmen Unfälle abgesichert, die andere nicht. In welcher Haut der beiden beschriebenen Personen möchten Sie, respektive wünschen Sie sich, dass Ihr Kind steckt? Sie können sich eine Absicherung Ihres Kindes für 15,–  EURO sicher leisten. Die Kaskoversicherung für Ihr Auto kann erheblich teurer sein!

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