Verzicht auf Pflegeversicherung kann Ihr Vermögen kosten

Das Thema Pflegeversicherung ist aktueller als viele glauben. Die Pflegestatistik aus dem Jahre 2011 zeigt deutlich, dass immer mehr Menschen von einer späteren Pflegebedürftigkeit betroffen sein werden. Die gesetzliche Gesundheits- und Pflegevorsorge spielt voraussichtlich nur die Rolle einer Basisversorgung.
Die private Pflegevorsorge ist wichtig, viele sagen unabdingbar wichtig. Dabei bleibt es der persönlichen und individuellen Situation überlassen, ob für die Pflegevorsorge eine Pflegeversicherung in Form einer Pflegerente, eines Pflegetagegeldes oder einer Pflegekostenversicherung installiert wird.

Fehlende Pflegeversicherung trifft besonders die Frauen

Das Risiko, selbst ein Pflegefall zu werden, oder einen Betroffenen pflegen zu müssen, wird immer größer. Laut der schon genannten Pflegestatistik liegt die Pflegebedürftigkeit bei Frauen mittlerweile schon bei 65 %. Die Steigerung betrug in den letzten zwei Jahren rund 7 %.

Hinter diesen Zahlen verbergen sich ganz persönliche Schicksale und große finanzielle Risiken, die von der staatlichen Vorsorge nicht abgedeckt werden. Es ist wichtiger denn je, sich rechtzeitig zu informieren und Abhilfe oder zumindest Linderung der Risiken durch eine private Pflegevorsorge zu suchen.

Pflege kann ohne Pflegeversicherung ein Vermögen kosten

Fast jeder hat schon Beispiele erlebt oder erzählt bekommen, das Pflege richtig ins Geld gehen kann. Belegte Zahlen einer Krankenkasse haben ergeben, dass mehr als die Hälfte der Pflegekosten von den Versicherten selbst aufgebracht werden. Belegt ist auch, das Frauen aufgrund ihrer höheren Lebenserwartung und der damit längeren Pflegedauer mehr betroffen sind als Männer. Eine Übersicht der Pflegeangebote und deren Kosten finden Sie im Pflegekompass.

Für  durchschnittlichen Aufwendungen der Pflegebedürftigkeit mussten, zusätzlich zu anderen Leistungen, 31.000,- € aus eigener Tasche aufgebracht werden. Betroffene Männer legten für die Begleichung ihrer Pflegekosten durchschnittlich 21.000,- € aus eigenen Finanzmitteln dazu, Frauen sind mit durchschnittlich 45.000,- € dabei. Die individuellen Kosten schwanken, können aber vor allem bei stationärer Pflege in ungeahnte Höhen steigen (bis auf über 300.000,- €). Eine private Pflegevorsorge, ungeachtet ob es sich um eine private Pflegerente, ein privates Pflegegeld oder eine private Pflegekostenversicherung handelt, wird daher immer wichtiger und ab 2013 unterstützt der Staat diese wichtige private Pflegevorsorge.  Wer ab 2013 eine private Pflegeversicherung betreibt, erhält vom Staat 60,- € Zuschuss.

Eine Pflegeversicherung schützt vor immensen finanziellen Risiken - auch der Angehörigen.Bei den Pflegekosten sitzen die Angehörigen ggf. mit im Boot

Derzeit sind bereits über 2,4 Millionen Menschen pflegebedürftig. Davon werden rund zwei Drittel von Angehörigen und/ oder ambulant zu Hause oder in der Familie versorgt. Die Belastung der Angehörigen ist nicht nur physisch und psychisch, sonder häufig auch finanziell sehr hoch. In der Regel werden die Kosten, die durch die Pflege anfallen, durch die gesetzliche Pflegeversicherung nur teilweise abgedeckt. Zur Begleichung ungedeckter Kosten werden unter bestimmten Voraussetzungen auch Familienmitglieder herangezogen. Private Pflegevorsorge wird also auch im Hinblick auf die unkalkulierbaren der Kosten für Familienmitglieder immer wichtiger.

Sorgen Sie vor, bevor Sie das Nachsehen haben

Die finanziellen Risiken, die mit einem Pflegefall verbunden sind, betreffen auch Familienangehörige. Aber wer muss wann für die Pflegekosten seiner Angehörigen aufkommen? Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sind Verwandte in direkter Linie gegenseitig verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren. Damit können Kinder nicht nur für die Erstattung der ungedeckten Pflegekosten der Eltern, sondern auch der Groß- und Urgroßeltern herangezogen werden.

Deshalb:
Sichern Sie sich gegen die finanziellen Folgen einer Pflegebedürftigkeit rechtzeitig vor Eintritt der Pflegebedürftigkeit ab. Je eher Sie eine Pflegeversicherung abschließen, desto geringer sind die monatlichen Beiträge. Sie werden es sich selbst danken.

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