Vorsorge für Kinder und die Eltern sparen Steuern

Eltern sind naturgemäß besorgt um die Zukunft ihrer Kinder. Darum nutzen viele gegebene Vorsorgemöglichkeiten um die finanzielle Unabhängigkeit ihrer Kinder in der Zukunft zumindest ein Stück weit sicher zu stellen. Neben anderen Vorsorgemöglichkeiten, z.B. einer Kinderunfallversicherung, richten viele Eltern für ihr Kind oder ihre Kinder Sparverträge ein, und schenken diesen dann bei Eintritt der Volljährigkeit den angesparten Betrag um ihnen den Eintritt ins Erwachsenenalter finanziell zu erleichtern.

Wer Vorsorge für seine Kinder betreibt, kann über den Sparer-Pauschbetrag Steuern sparen

Was viele nicht wissen: Wer ein Sparkonto, das kann auch ein Vorsorgevertrag bei einer Versicherungsgesellschaft sein, nicht auf den eigenen Namen, sondern auf den Namen des Kindes einrichtet, kann dessen Freibeträge voll ausnutzen. Jedes Kind hat, ebenso wie jeder Erwachsener, einen Sparer-Pauschbetrag von 801,-  € pro Jahr ( § 20 Abs. 9 EStG).

Bis zu dieser Höhe des Sparer-Pauschbetrages sind Zinseinkünfte und Kapitalerträge steuerfrei. Um diesen Betrag ausnutzen zu können, müssen die Eltern bei der Bank oder gegebenenfalls der Versicherungsgesellschaft einen Freistellungsauftrag für das Kind stellen. Ergänzend lässt sich auch noch der Grundfreibetrag des Kindes, soweit das Kind keine eigenen Einkünfte hat, von 8.004,- € jährlich nutzen, wenn die Kapitalerträge das erforderlich machen. Grundfreibetrag (gem. § 32 a Abs. 1,  § 52 Abs. 41 und  § 41   EStG) 8.004,- €.

Anmerkung für den Veranlagungszeitraum ab 2013/2014: Im Vermittlungsausschuss am 12.12.2012 wurde hinsichtlich des Gesetzes zum Abbau der kalten Progression nur Einigkeit über die Anhebung des Grundfreibetrages auf 8.130,- €  erzielt und ab dem Veranlagungszeitraum 2014 ist eine Anhebung um weitere 224 € auf 8.354,- € vorgesehen.

Sollte der Grundfreibetrag des Kindes genutzt werden, muss der kontoführenden Bank eine Nichtveranlagungsbescheinigung des zuständigen Finanzamtes vorgelegt werden.

Bei den Sparbeiträgen, die die Eltern für das Kind anlegen, handelt es sich um eine Schenkung. Die Sparsumme gehört dann dem Kind!
Bei dem noch minderjährigen Nachwuchs können die Eltern das Geld verwalten, jedoch dürfen sie es nicht für eigenen Zwecke verwenden. Würden sie dies tun, könnte die Finanzbehörde noch Jahre später die entsprechende Abgeltungssteuer von den Eltern verlangen.
Wird das Kind volljährig, kann es über den Geldbetrag frei verfügen: Es kann damit sein Studium finanzieren oder auch einfach nur verkonsumieren.

Möchten auch Sie Vorsorge für Ihre Kinder betreiben, informieren wir Sie gerne über vielfältige und attraktive Möglichkeiten, wie Sie Ihrem Nachwuchs später einen finanziell adäquaten Startschuss ins Erwachsenenalter geben können. Rufen Sie uns einfach an, oder schicken Sie uns eine E-Mail.

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