Pflegevorsorge

Als Versicherungsmakler wissen wir aus täglicher Praxis: Eine der größten Sorgen älter werdender Menschen ist es, ein Pflegefall zu werden. Pflegevorsorge bedeutet, die hohen finanziellen Belastungen des Pflegefalles abzufedern, egal ob häusliche Pflege oder die vollstationäre Pflege. Millionen Menschen drohen Vermögensverlust oder gar Armut, wenn nicht zum Schutz gegen diese finanziellen Risiken in der vierten Lebensphase rechtzeitig Pflegevorsorge betrieben und eine Pflegeversicherung installiert wird. Ohne eine zusätzliche private Pflegevorsorge geht es in vielen Fällen leider nicht mehr.

Mit einer privaten Pflegevorsorge schützen Sie sich vor den finanziellen Risiken der Pflegefalle und sichern das Erbe für Ihre Kinder vor der AuszehrungPrivate Pflegevorsorge – Schutz vor der Pflegefalle!

Grundsätzlich besteht dringender Handlungsbedarf um die staatliche Pflege-Grundversorgung zu ergänzen. Daran hat auch die Pflegereform nichts geändert. Um im schlimmsten Fall eine finanzielle Überforderung der engsten  Verwandten zu vermeiden, die aus einem Pflegfall heraus entstehen kann, ist eine Absicherung der Pflegekosten unbedingt notwendig (Pflegevorsorge). Das drohende Szenario eines Pflegefalles zeigt am deutlichsten eine “Einnahme/ Überschussrechnung” auf.

Modell “Einnahme/Überschussrechnung” möglicher Pflegefall (Datenjahr 2012)
Kosten der vollstationären Betreuung – Pflegstufe II (durchschnittlich) 3.200,00 EUR
abzügl. der gesetzlichen Pflegerente – Pflegestufe II 1.279,00 EUR
Finanzierungsdefizit pro Monat 1.921,00 EUR
abzüglich der individuellen Renteneinkünfte und sonstigen Einnahmen

 

Die durchschnittlichen Regelaltersrenten bei Männern liegen  bei rund 1.000,- EUR/Monat, die der Frauen bei lediglich rund 500,- EUR.

Kinder haften für ihre Eltern! Die Lösung liegt in der Pflegevorsorge

Das Finanzierungsdefizit geht in dieser Modellrechnung zu Lasten der Altersrente des Betroffenen, der Familienmitglieder (Ehepartner), oder – und dass wird viele überraschen – auch zu Lasten der Kinder  (§ 94 SGB XII / § 1601 BGB).  Zu diesem Thema gilt der Satz: “Kinder haften für ihre Eltern”.  Schon so manches Eigenheim, das einmal als Erbe vorgesehen war, ist der Pflegebedürftigkeit der Eltern zum Opfer gefallen. Das Eigenkapital war zu gering oder ist durch die lange Pflegezeit aufgezehrt worden. Der Gesetzgeber  hat Freibeträge im Gesetz festgeschrieben, die das schlimmste (den Sozialfall der Kinder) verhindern. In den Fällen, in denen der Sozialstaat für Pflegeleistungen einspringen muss, prüft er  die  Zahlungsfähigkeit der Kinder. Diese müssen ihre Vermögensverhältnisse offen legen.

Wie Ihnen dieses erspart bleiben kann, zeigen wir Ihnen gerne an einem individuell nur für Sie geltenden Pflegevorsorgemodell.

Notwendigkeit der Pflegevorsorge

Bei einer durchschnittlichen Betreuungszeit von rund 8 Jahren häuft sich so ein Saldo  (modellhaft nach Abzug der eigenen möglichen Durchschnittsrente)  von 88.320 EUR bei Männern und  136.416 EUR bei Frauen an.

Einen informativen Überblick, welche Pflegeinstitution zu welchem Preis Leistungen anbietet, bekommen Sie z. B.  über den Pflegekompass der Knappschaft-Bahn-See.

Ist erst einmal der  dringende Bedarf als solcher erkannt worden und die Höhe der Finanzierungslücke im Pflegefall ermittelt, stellt sich natürlich die Frage nach dem Instrument der Pflegeversicherung als Träger der Pflegevorsorge.

Sollten Sie die in einem gemeinsamen Gespräch mit uns den Bedarf analysieren wollen, wir stehen Ihnen als Versorgungsprofi gerne zur Verfügung.  Der “Pflegemarkt” im Kreis Siegen-Wittgenstein ist uns bestens bekannt. Die marktübergreifenden  Produktangebote zur Pflegevorsorge stehen uns für Sie zur Verfügung.

Pflegebedürftig – was bedeutet dass?

Pflegebedürftig nach dem Gesetz ist, wer wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Erkrankung oder einer Behinderung für  gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich aber für mindestens sechs Monate, in erheblichen Maße der Hilfe bedarf.   Ausgehend vom Umfang des Hilfebedarfs werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben drei Pflegestufen unterschieden. Die Höhe der Leistungen richtet sich nach der jeweiligen Pflegestufe.

Ab dem 01.01.2012   hat der Gesetzgeber folgende Leistungsgrenzen für vollstationäre Pflege festgelegt:

Pflegestufe       I       II     III
gesetzliche Leistung 1.023 EUR 1.279 EUR  1.550 EUR

Wo liegt mein statistisches Risiko ein Pflegefall zu werden?

Die Menschen werden aufgrund der guten Ernährung und medizinischen Versorgung immer älter. Wo ein Avers da auch ein Revers: Mit steigender Lebenserwartung wächst das Risiko zu einem Pflegefall zu werden.  Ein Mann des Geburtsjahrganges 1965 hat eine statistische Lebenserwartung von 91 Jahren. Das Pflegefallrisiko liegt bei dieser Person bei 24 %. Eine Frau gleichen Jahrganges hat eine Lebenserwartung von 96 Jahren und ein statistisches Pflegefallrisiko von 52 %. Pflegefallrisko bedeutet hierbei die Wahrscheinlichkeit, fünf Jahre vor Ende der statistischen Lebenserwartung ein Pflegefall zu werden. Wer aber nun denkt, nur “alte Leute” würden von dem Pflegefallrisiko bedroht, irrt. Zwar ist der ältere Mensch eher betroffen, aber schauen Sie sich doch  einmal in Ihrem Umfeld genauer um.

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